In der Ukraine wurde Starlink nicht verboten, allerdings haben sich die Regeln für die Nutzung des Satelliteninternets geändert. Der Staat führt eine verpflichtende Registrierung ziviler Terminals ein — den sogenannten Whitelist-Modus, also eine „weiße Liste“ der Geräte. Das bedeutet, dass nur jene Terminals stabil arbeiten, deren Eigentümer ihr Nutzungsrecht bestätigt haben. Genau deshalb entstand bei einigen Nutzern der Eindruck eines Verbots, obwohl es tatsächlich um Kontrolle und Sicherheit geht — nicht um die Abschaltung des Dienstes. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Der wichtigste Grund für die neuen Regeln ist die Verhinderung der Nutzung von Satellitenkommunikation durch die Streitkräfte der Russischen Föderation (VS RF). Die Behörden registrierten Fälle, in denen Starlink-Terminals zu militärischen Zwecken eingesetzt wurden, unter anderem zur Steuerung von Drohnen. Daher entschied sich der Staat, legale zivile Geräte klar von jenen zu trennen, die von den Streitkräften der Russischen Föderation genutzt werden könnten, ohne dabei den Internetzugang für gewöhnliche Nutzer einzuschränken.
Kommentar von Mychajlo Fedorow während einer öffentlichen Erklärung der Regierungsentscheidungen zu Starlink:
„Das ist kein Verbot von Starlink. Es handelt sich um eine technische Lösung, die es ermöglicht, auf dem Territorium der Ukraine ausschließlich autorisierte Terminals zu betreiben.“
Aussage von Mychajlo Fedorow zur Logik der Einführung des Whitelist-Modus und zu den nächsten Schritten des Staates:
„Der einzige wirksame Weg zur Gegensteuerung ist die Einführung einer weißen Liste und die verpflichtende Autorisierung aller Terminals, die in der Ukraine betrieben werden.“

Warum eine verpflichtende Registrierung von Starlink eingeführt wurde
Die Behörden nennen mehrere zentrale Gründe, warum die Registrierung verpflichtend geworden ist:
- stärkere Kontrolle über die Nutzung der Satellitenkommunikation während des Krieges;
- Verhinderung des Einsatzes von Terminals durch die Streitkräfte der Russischen Föderation ;
- Schutz der zivilen Kommunikationsinfrastruktur;
- Sicherstellung eines stabilen Betriebs von Starlink für Nutzer in der Ukraine;
- Ausschluss „grauer“ und nicht erfasster Geräte aus dem Netz.
Kommentar von Mychajlo Fedorow im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit der Ukraine mit Partnern und dem Unternehmen SpaceX:
„Wir sehen bereits reale Ergebnisse der Maßnahmen, die die unautorisierte Nutzung von Starlink einschränken. Die nächste Phase ist die vollständige Autorisierung der Terminals.“
Wen die neuen Regeln betreffen
Die Registrierung betrifft ausschließlich zivile Nutzer. Für das Militär existiert ein separates, geschütztes Verfahren, das nicht mit der zivilen Registrierung verbunden ist.
Die neuen Anforderungen gelten für:
- Privatpersonen, die Starlink zu Hause nutzen;
- FOP (Einzelunternehmer), die Terminals für ihre Arbeit einsetzen;
- Unternehmen und Organisationen;
- Geschäftsobjekte und Büros.
Erläuterung von Mychajlo Fedorow gegenüber den Medien:
„Das Verifizierungsverfahren betrifft ausschließlich zivile Nutzer. Für die Streitkräfte existiert bereits ein separater Mechanismus.“
Wie Terminals jetzt registriert werden
Der Staat sieht zwei Registrierungswege vor, um den Prozess möglichst einfach zu gestalten.
Für Privatpersonen und FOP:
- die Registrierung erfolgt über das CNAP — Zentrum für Verwaltungsdienstleistungen, eine staatliche Einrichtung, die Verwaltungsservices nach dem Prinzip des „One-Stop-Shop“ anbietet;
- das Verfahren ist kostenlos;
- die Bestätigung der Daten erfolgt einmalig.
Für Unternehmen:
- die Registrierung erfolgt online über das Portal „Diia“;
- es wird eine elektronische Signatur verwendet;
- die Daten der Terminals werden zentral erfasst.
Kommentar von Mychajlo Fedorow zum Ablauf der Registrierung:
„Der Registrierungsprozess wird einfach, kostenlos und ohne unnötige Bürokratie sein.“

Was mit nicht registrierten Terminals geschieht
Nicht verifizierte Geräte werden nicht sofort abgeschaltet, können jedoch mit der Zeit den Zugang zum Netz verlieren. Dieser Ansatz ermöglicht es den Nutzern, das Verfahren ohne plötzliche Einschränkungen zu durchlaufen. Nach der Aufnahme des Terminals in die Whitelist kann es in der Ukraine weiterhin störungsfrei betrieben werden.
Aussage von Mychajlo Fedorow zu den Folgen einer fehlenden Registrierung:
„Nicht verifizierte Terminals werden schrittweise vom Netz getrennt.“
Damit lässt sich die Situation korrekt so zusammenfassen: Starlink funktioniert in der Ukraine weiterhin, allerdings müssen die Terminals nun registriert werden.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: In den USA hat der Prozess gegen TikTok, Meta und YouTube begonnen:.
