Seit 14 Jahren warten Fans auf den nächsten Band der Kultreihe, die HBO als Game of Thrones weltberühmt gemacht hat. Viele befürchten, dass Autor George R. R. Martin die Geschichte nicht mehr vollendet. Jetzt meldet sich der 77-Jährige selbst zu Wort – mit Humor und einem Seitenhieb auf seine Kritiker. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Bei der Comic Con in New York sprach Martin offen über den Stand des sechsten Buchs The Winds of Winter. Er erklärte, warum sich die Arbeit so lange hinzieht – und warum er überzeugt ist, dass ihm genug Zeit bleibt, das Mammutprojekt zu beenden.
Warum „The Winds of Winter“ noch nicht fertig ist
Martin räumte ein, dass ihn Fristen schon immer unter Druck gesetzt hätten. „Ich bin nicht glücklich darüber, Verträge zu brechen oder Deadlines zu verpassen“, sagte er vor Fans. Dennoch falle es ihm schwer, im festen Rhythmus zu schreiben. Hinzu komme, dass der weltweite Erfolg von Game of Thrones eine Flut neuer Angebote ausgelöst habe.

Er bekomme ständig Anfragen, andere seiner Werke für Film oder Serien zu adaptieren. „Jedes Mal, wenn ich das auf meiner Website erwähne, dreht das halbe Internet durch“, so Martin. „Die Leute fragen, warum ich nicht an The Winds of Winter schreibe. Und ich sage: Ich habe diese Geschichte 1993 geschrieben! Sie lag all die Jahre in meiner Schublade, und jetzt wollte jemand sie verfilmen – also habe ich sie verkauft!“
Martin betonte, dass er Winds of Winter liebe, aber auch Freude an anderen Projekten habe. „Ich arbeite weiter daran, aber ehrlich gesagt liebe ich auch meine anderen Geschichten“, sagte er.
Über den Tod zu sprechen – mit einem Augenzwinkern
Viele Fans machen sich Sorgen, dass Martin das Ende von A Song of Ice and Fire nie selbst zu Papier bringen wird. Der Autor kennt diese Ängste – und reagiert mit typisch schwarzem Humor.
„Ich lese ständig, dass ich wohl sterben werde, bevor ich die Geschichte beende“, sagte Martin auf der Bühne. „Aber ich werde nicht sterben, bevor ich meine Teams – die New York Jets und die New York Giants – im Super Bowl gesehen habe.“
Dann grinste er und fügte hinzu: „Ich denke, das bedeutet, dass ich ewig leben werde.“ Das Publikum antwortete mit Gelächter und Applaus – ein Beweis, dass Fans ihm trotz allem treu bleiben.

Hoffnung auf ein Ende bleibt
Auch wenn The Winds of Winter weiter auf sich warten lässt, klang Martin entschlossen, die Reihe zu vollenden. „Ich werde diese Bücher schreiben, egal wie lange es dauert“, sagte er bereits früher. Für viele Anhänger ist das genug Grund, die Hoffnung nicht aufzugeben – selbst wenn sie sich noch einige Winter gedulden müssen.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Ein letztes Aufleuchten: AnNa R.s posthumes Album „Mut zur Liebe“.
