Am 13. Oktober soll in Scharm el-Scheich ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs im Gazastreifen unterzeichnet werden. Doch Vertreter der Hamas werden dabei nicht anwesend sein – stattdessen übernehmen Vermittler die Unterschrift. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Vertreter der islamistischen Bewegung erklärten gegenüber der dpa, dass Hamas nicht an der Zeremonie teilnehmen werde. „Nur Vermittler sowie amerikanische und israelische Offizielle werden anwesend sein“, hieß es in der Erklärung.
Scharm el-Scheich wird zum Schauplatz des „Friedensgipfels“
Ägyptens Außenministerium kündigte für den 13. Oktober eine internationale Friedenskonferenz am Roten Meer an. In Scharm el-Scheich soll das endgültige Abkommen über das Ende des Gaza-Krieges unterzeichnet werden. Bereits in der Vorwoche war dort eine erste Vereinbarung zwischen Israel und Hamas getroffen worden.
Die Konferenz wird gemeinsam von US-Präsident Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi geleitet. Insgesamt werden rund 20 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter der britische Premierminister Keir Starmer. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wurde laut dpa eingeladen.
Dank an Trump in Tel Aviv
Am Abend des 11. Oktober sprach US-Sondergesandter Steve Witkoff auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv vor einer Menschenmenge von etwa 400.000 Personen. „Wir sind Präsident Trump zutiefst dankbar“, sagte Witkoff und lobte dessen Rolle bei den Friedensverhandlungen. Begleitet wurde er von Ivanka Trump und Jared Kushner, die den Angehörigen der Geiseln ihre Unterstützung zusicherten.
Die Stimmung kippte, als Witkoff die „wichtige Rolle“ des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu hervorhob – darauf folgten Pfiffe aus dem Publikum, berichtete die dpa.

Vereinbarung zwischen Israel und Hamas
Die Waffenruhe trat am 10. Oktober um Mittag in Kraft. Der erste Schritt des von Trump initiierten Plans sieht die Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln im Austausch gegen palästinensische Gefangene vor.
Israel soll im Gegenzug rund 250 Palästinenser freilassen, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, sowie etwa 1.700 weitere, die seit dem 7. Oktober 2023 inhaftiert sind. Das Abkommen sieht außerdem den Rückzug der israelischen Armee auf eine vereinbarte Linie im Gazastreifen und die Lieferung humanitärer Hilfe vor.
Trump erklärte, dass die Freilassung der Geiseln am 13. Oktober stattfinden werde – möglicherweise in seiner Anwesenheit.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben China droht den USA mit Gegenmaßnahmen wegen Zöllen.
