Nach hitzigen Debatten rund um generative KI spricht Larian Klartext. Das Studio hat offiziell bestätigt: In der neuen Divinity werden keine generativen KI-Modelle zur Erstellung von Inhalten im Spiel eingesetzt. Alle visuellen Elemente, die Spieler sehen, stammen von echten Künstlern – nicht von Algorithmen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf bytow24.pl.
Auslöser für die Klarstellung waren der Divinity-Trailer bei den Game Awards 2025 und frühere Aussagen von Studioleiter Swen Vincke zur möglichen Nutzung von KI. Vor allem nach dem großen Erfolg von Baldur’s Gate 3 sorgte das bei Fans für viele Fragen und Sorgen. Als Reaktion darauf veranstaltete Larian ein Reddit-AMA und veröffentlichte weitere Statements, in denen die Haltung des Studios unmissverständlich deutlich wurde.
Keine GenAI im visuellen Bereich von Divinity
Swen Vincke stellte klar: In Divinity wird es keine GenAI-Kunst geben. Das gilt sogar für die Konzeptphase. Zwar habe das Studio zu Beginn mit KI-Tools experimentiert, doch davon habe man sich inzwischen vollständig verabschiedet. Der Grund ist einfach: Larian will vermeiden, dass Zweifel an der Herkunft von Bildern, Figuren oder Umgebungen entstehen.
Laut Vincke soll alles, was in der finalen Version des Spiels zu sehen ist, von Menschen geschaffen sein. Nach dem hohen kreativen Anspruch von Baldur’s Gate 3 sei das Vertrauen in eine klare, autorengetriebene Entwicklung für viele Fans entscheidend. Dieses Vertrauen wolle das Studio nicht aufs Spiel setzen.
KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für Kreative
Ganz verbannen will Larian KI jedoch nicht. Generative und Machine-Learning-Tools dürfen im Hintergrund helfen – etwa bei Tests, schnelleren Iterationen oder technischer Fleißarbeit. Wie Vincke und Machine-Learning-Director Gabriel Bosque erklären, führt eine höhere Iterationsgeschwindigkeit am Ende zu einem besseren Spiel.
Die Grenze bleibt dabei strikt. Keine „kreativen Assets“ gelangen ins Spiel, solange das Studio nicht zu 100 Prozent weiß, woher die Trainingsdaten stammen oder keine ausdrückliche Zustimmung der Rechteinhaber vorliegt. Das gilt auch für die Sprachausgabe: Trotz Hunderttausender Voice-Lines verzichtet Larian konsequent auf KI-Stimmen, selbst wenn Schauspieler diese theoretisch erlauben würden.\

Was sonst noch über die neue Divinity bekannt ist
Parallel zur KI-Debatte hat das Team weitere Details zur kommenden Divinity verraten. Das Spiel wird ein eigenständiger Titel im bekannten Zeitstrang, jedoch ohne reinen Fanservice. Wie der Writing Director betont, muss jedes bekannte Element der Geschichte dienen – nicht der Nostalgie.
Ebenfalls bestätigt wurde, dass es kein WASD-Movement geben wird. Auf diese Frage antwortete das Studio knapp mit „Nein“. Dafür ist der Koop-Modus direkt zum Release geplant, und die Spielerzahl könnte durch Mods erweitert werden. Die Kamera soll eine Mischung aus Top-down- und Third-Person-Perspektive bieten, ähnlich wie in Baldur’s Gate 3, ergänzt durch mehr cinematische Sequenzen. Zudem verspricht Larian einen verbesserten Charakter-Editor und strebt einen Release für das Steam Deck an.
Insgesamt ist die Position von Larian eindeutig: KI ist ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für Künstler, Autoren oder Sprecher. Die neue Divinity soll ein klassisches, handgemachtes RPG bleiben – mit moderner Technik im Hintergrund, ohne der kreativen Seele des Spiels zu schaden.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Barcelona – Real Madrid: Prognose und wo man das Finale des spanischen Supercups am 11. Januar 2026 sehen kann.
