Im Alter von 90 Jahren ist der Schweizer Schriftsteller und Publizist Erich von Däniken gestorben — einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten Autoren des 20. Jahrhunderts. Seinen Tod bestätigten die Familie sowie das Büro des Autors, später verbreiteten internationale Nachrichtenagenturen die Meldung. Für Millionen Leserinnen und Leser weltweit bleibt er der Mann, der auf verständliche und fesselnde Weise über die Möglichkeit von Besuchen außerirdischer Zivilisationen auf der Erde sprach. Seine Bücher wurden verschlungen, heftig kritisiert und kontrovers diskutiert — gleichgültig ließ er kaum jemanden. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf sport-tour.pl. Die Bilder wurden von der Website verwendet lechia-gdansk.pl.
Erich von Däniken verkaufte nach unterschiedlichen Schätzungen rund 75 Millionen Bücher, die in Dutzende Sprachen übersetzt wurden. Er galt als erfolgreichster Schweizer Autor und als einer der meistgelesenen Sachbuchautoren der Welt. Gleichzeitig wurde er über Jahre hinweg von der Wissenschaft scharf kritisiert, die ihm Pseudowissenschaft und spekulative Argumentation vorwarf. Der Autor selbst reagierte darauf gelassen und oft mit Ironie und betonte, dass die Zeit seiner Ansicht nach in wesentlichen Punkten Recht geben werde.
Vom Hotelier zum „Alien-Jäger“
Der spätere Schriftsteller wurde am 14. April 1935 in Zofingen im Kanton Aargau geboren. Die Kindheit von Erich von Däniken war von einem strengen katholischen Umfeld geprägt, der Besuch eines Jesuitenkollegs verstärkte sein Interesse an Religion, Mythen und alten Texten zusätzlich. Später schlug er zunächst einen bodenständigen Berufsweg ein — er arbeitete im Hotel- und Gastgewerbe, war Hotelmanager und Gastronom. Jede freie Minute widmete er jedoch dem Lesen, dem Nachdenken und der Suche nach Antworten auf die Frage nach dem Ursprung der Menschheit.

Seine erste Reise zu den ägyptischen Pyramiden unternahm er bereits im Alter von 20 Jahren. Danach folgten jahrzehntelange Expeditionen rund um den Globus. Erich von Däniken bereiste fünf Kontinente, untersuchte antike Bauwerke, Legenden und Artefakte. Er war überzeugt, dass viele dieser Phänomene ohne das Eingreifen hochentwickelter Wesen von außerhalb der Erde nicht erklärbar seien. Diese Überzeugungen bildeten die Grundlage seiner späteren Bücher.
Das Buch, das alles veränderte
Der entscheidende Durchbruch gelang 1968 mit dem Erscheinen des Buches „Erinnerungen an die Zukunft“. Es wurde sofort zu einem weltweiten Bestseller und machte den Autor international bekannt. Darin vertrat Erich von Däniken die These, dass die Pyramiden in Ägypten, die Nazca-Linien, die Statuen der Osterinsel und andere rätselhafte Bauwerke mit Hilfe oder unter dem Einfluss außerirdischer Zivilisationen entstanden sein könnten. Die Menschen der Antike hätten diese Wesen seiner Ansicht nach für Götter gehalten.
Nach dem Erfolg seines Erstlings veröffentlichte er fast jährlich neue Bücher und brachte insgesamt mehr als 40 Werke heraus. Sein Stil war einfach, bildhaft und auf ein breites Publikum zugeschnitten. Genau das machte ihn zu einer Kultfigur, verstärkte aber zugleich die Ablehnung in akademischen Kreisen. Wissenschaftler warfen ihm methodische Fehler, selektive Beweisführung und mangelnde wissenschaftliche Genauigkeit vor.
Skandale, Kritik und der Glaube an eine „Zeitkapsel“
Das Leben des Autors war nicht frei von Skandalen. Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre verbrachte Erich von Däniken 666 Tage im Gefängnis wegen Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten im Hotelgewerbe. Später wurde das Verfahren als Justizirrtum anerkannt und er rehabilitiert. Für ihn selbst war diese Zeit schwierig, aber nicht lebensentscheidend.
Bis zu seinem Tod glaubte der Autor daran, dass die Menschheit eines Tages einen unumstößlichen Beweis für die Existenz von Außerirdischen finden werde — eine Art „Zeitkapsel“, die auf der Erde zurückgelassen wurde. Noch kurz vor seinem Tod sprach er über die Zukunft mit Neugier statt mit Angst. In einem seiner letzten Interviews sagte er: „Ich bin gespannt auf die nächste Runde, wohin die Reise geht und welche Abenteuer noch auf mich warten.“
Ein Vermächtnis, das weiter polarisiert
In den letzten Jahren trat Erich von Däniken aus gesundheitlichen Gründen seltener öffentlich auf, arbeitete jedoch weiterhin an neuen Texten in seinem Büro in Unterseen. Die für 2025 geplanten Vortragsreisen sagte er ab. Am 10. Januar 2026 starb er nach langer Krankheit in einem Krankenhaus in Interlaken. Die Verwaltung seines Nachlasses übernimmt sein langjähriger Weggefährte Ramon Zürcher.

Für die einen war er ein Visionär, für andere ein begnadeter Erzähler, für wieder andere ein Schöpfer von Mythen zwischen Wissenschaft und Fantasie. Unbestritten bleibt jedoch: Erich von Däniken hatte enormen Einfluss auf die Popkultur und das Interesse an den Rätseln der Vergangenheit. Seine Ideen inspirierten Filme, Fernsehsendungen und Generationen von Menschen, die sich Fragen über die Herkunft der Menschheit und eine mögliche außerirdische Zukunft stellen.
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