Der Gründer der Plattform WikiLeaks, Julian Assange, hat in Schweden Strafanzeige gegen die Nobelstiftung sowie gegen einzelne Vertreter der Stiftung eingereicht. Anlass ist die Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 an die rechte venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado. Assange ist der Auffassung, dass die Entscheidung dem Testament von Alfred Nobel widerspricht. Seinen Angaben zufolge geht es dabei nicht nur um finanzielle Unregelmäßigkeiten, sondern auch um schwerwiegende rechtliche Vorwürfe. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf jungewelt.de.
Der Journalist wirft der Nobelstiftung Untreue, Veruntreuung von Stiftungsgeldern sowie Beihilfe zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Anzeige wurde parallel bei der schwedischen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft und bei der Einheit für Kriegsverbrechen eingereicht. Assange fordert, die Auszahlung des Preisgeldes an Machado umgehend zu stoppen. Dabei geht es um elf Millionen schwedische Kronen, was rund 1,18 Millionen US-Dollar entspricht.
Verweis auf das Testament Alfred Nobels
Zur Begründung beruft sich Assange auf das Testament Alfred Nobels aus dem Jahr 1895. Darin sei klar festgelegt, dass der Friedensnobelpreis einer Person zu verleihen ist, die sich im vorangegangenen Jahr besonders für Völkerverständigung, Abrüstung und die Förderung des Friedens eingesetzt habe. Diese Zweckbindung gelte, so Assange, nicht nur für das norwegische Nobelkomitee, sondern auch für die schwedischen Verwalter der Stiftungsgelder. Jede Auszahlung, die diesem Stiftungszweck widerspreche, stelle rechtlich eine Veruntreuung dar.
Assange verweist zudem auf öffentliche Aussagen von María Corina Machado. Seinen Angaben zufolge habe sie wiederholt zu militärischen Interventionen gegen Venezuela aufgerufen und US-amerikanische Angriffe auf das Land unterstützt. Die Preisverleihung falle zudem in eine Phase militärischer Eskalation in der Karibik. In diesem Zusammenhang erinnert Assange daran, dass die USA zuletzt Kriegsschiffe in der Region zusammengezogen und angebliche Ziele beschossen hätten.

Forderungen an die schwedischen Behörden
Assange fordert die schwedischen Behörden auf, die Auszahlung der Preisgelder unverzüglich zu stoppen. Darüber hinaus verlangt er die Sicherstellung interner Unterlagen der Nobelstiftung sowie die Befragung verantwortlicher Funktionsträger. Sollte es erforderlich sein, müsse der Fall an den Internationaler Strafgerichtshof weitergeleitet werden. Der Friedensnobelpreis dürfe nicht „von einem Instrument des Friedens in ein Instrument des Krieges verwandelt werden“, betont Assange.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Susie Wiles über Donald Trump.
