Am 5. Januar fand in New York die erste Gerichtsanhörung im Fall des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro statt. Wie Fox News berichtet, verpflichtete der Richter ihn, am 17. März persönlich zu den weiteren Verhandlungen zu erscheinen. Die Sitzung dauerte rund eine halbe Stunde und wurde vor einem Bundesgericht abgehalten. Nach ihrem Ende verließen Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores den Gerichtssaal unter Begleitung des US-Marshal Service. Beide erklärten, sie seien nicht schuldig. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Während der Anhörung teilte die Verteidigung mit, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt die Freilassung des Ex-Präsidenten gegen Kaution beantragen werde. Weitere Stellungnahmen gegenüber den Medien gab Maduro nicht ab. Nach Angaben von Reuters galten rund um den Prozess erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich Demonstranten, die die Freilassung der Festgenommenen forderten und die USA zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas aufriefen.
Wer Nicolás Maduro verteidigt
Bekannt wurde zudem, dass Nicolás Maduro in den USA vom Washingtoner Anwalt Barry Pollack vertreten wird. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Pollack im Jahr 2024, als er dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange zu einem Deal mit den US-Behörden verhalf und dessen Freilassung erreichte. In seiner Laufbahn war er auch an mehreren weiteren aufsehenerregenden Fällen beteiligt, die mit Freisprüchen endeten. Dazu zählen das Verfahren gegen den ehemaligen Enron-Buchhalter Michael Krautz sowie der Fall von Martin Tankleff aus Long Island, der 17 Jahre wegen des Mordes an seinen Eltern in Haft saß.
Die Wahl eines Anwalts mit dieser Erfahrung könnte für den weiteren Verlauf des Prozesses entscheidend sein. Die Verteidigung kündigt an, die Vorwürfe aktiv anzufechten und auf mildere Maßnahmen hinzuwirken. Gleichzeitig zählen die gegen Maduro erhobenen Anschuldigungen zu den schwerwiegendsten, die vor US-Bundesgerichten verhandelt werden. Die nächste Anhörung dürfte zeigen, welche Strategie die Verteidigung einschlägt.

Welche Vorwürfe gegen den Ex-Präsidenten erhoben werden
Gegen Nicolás Maduro wurden in den Vereinigten Staaten zahlreiche schwere Anklagen erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an der Spitze der kriminellen Organisation Cartel de los Soles gestanden zu haben, die in den USA als terroristische Vereinigung gilt. Nach Darstellung der Ermittler soll der frühere Präsident in enger Zusammenarbeit mit kolumbianischen Gruppen agiert haben, die Kokain herstellen und transportieren. In den Akten tauchen auch seine Ehefrau, sein Sohn und enge Vertraute auf.
Darüber hinaus wird Maduro der Handel mit venezolanischen Diplomatenpässen sowie die Gewährung diplomatischer Deckung für den Drogenhandel vorgeworfen. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass kriminelle Banden zur Ausschaltung von Konkurrenten eingesetzt wurden. All diese Punkte sind in einem umfangreichen Verfahren gebündelt, das die US-Seite als besonders bedeutsam einstuft. Der Ausgang des Prozesses könnte weitreichende internationale Folgen haben.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Merz trennt sich von seiner rechten Hand.
