US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuversichtlich, ein Handelsabkommen mit Chinas Staatschef Xi Jinping abzuschließen. Das Treffen der beiden soll in der kommenden Woche stattfinden, nachdem amerikanische und chinesische Wirtschaftsvertreter bei Gesprächen in Kuala Lumpur eine vorläufige Einigung erzielt haben. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
US-Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer führten am Rande des ASEAN-Gipfels die fünfte Verhandlungsrunde mit Chinas Vizepremier He Lifeng und Chefunterhändler Li Chenggang. Bessent erklärte, beide Seiten hätten „eine solide Grundlage“ für die Gespräche der Staatschefs geschaffen.
In einem Interview mit NBC sagte Bessent, das vorläufige Abkommen könne die Einführung erweiterter chinesischer Exportbeschränkungen für Seltene Erden verzögern und neue 100-prozentige US-Zölle auf chinesische Waren vermeiden. Außerdem sollen die Staatschefs über den Kauf amerikanischer Agrarprodukte, ein ausgewogeneres Handelsverhältnis und die Bekämpfung des Fentanyl-Problems sprechen – ein Thema, das bereits zu US-Strafzöllen von 20 Prozent geführt hatte.
Trump traf am Sonntag in Malaysia ein – der erste Stopp seiner fünftägigen Asienreise, die am 30. Oktober in Südkorea mit einem persönlichen Treffen mit Xi enden soll. Nach den Gesprächen äußerte sich der Präsident optimistisch: „Ich denke, wir werden ein Abkommen mit China haben.“
Handelsruhe und neue Spannungen
Der chinesische Unterhändler Li bestätigte, dass beide Seiten „einen vorläufigen Konsens“ erzielt hätten und nun interne Genehmigungsverfahren folgen würden. Er betonte, dass die US-Position „hart“ gewesen sei, die Gespräche aber „konstruktiv und lösungsorientiert“ verlaufen seien.
Beide Länder wollen eine neue Eskalation des Handelskriegs vermeiden, die bereits am 1. November drohen könnte, falls Washington neue Zölle als Reaktion auf chinesische Exportbeschränkungen für Magnete und Seltene Erden einführt. Der im Mai unterzeichnete und im August verlängerte Waffenstillstand im Handel läuft am 10. November aus.
Laut Reuters ging es in den Gesprächen nicht nur um Zölle, sondern auch um Handel, Fentanyl, Seltene Erden, US-Hafengebühren und die Zukunft von TikTok. Bessent bezeichnete die Verhandlungen als „sehr substantiell“ und fügte hinzu, dass Trump über eine weitere Verlängerung des Handelsstillstands nachdenke – es wäre bereits die zweite seit Mai.
Das Weiße Haus bestätigte, dass ein Treffen zwischen Trump und Xi geplant sei, während Peking dies noch nicht offiziell bekanntgegeben hat. Trump deutete an, dass zusätzliche Gespräche sowohl in China als auch in den USA – möglicherweise in Washington oder in seiner Residenz Mar-a-Lago – stattfinden könnten.
Zu den geplanten Gesprächsthemen gehören Chinas Käufe von US-Sojabohnen, die Situation um Taiwan, die Freilassung des inhaftierten Hongkonger Medienunternehmers Jimmy Lai sowie eine mögliche Zusammenarbeit mit Peking im Umgang mit Russland und dem Krieg in der Ukraine.

Trotz der Fortschritte bleibt die Handelsruhe fragil. In den letzten Wochen belegten sich die beiden größten Volkswirtschaften erneut mit Sanktionen und Handelsbeschränkungen. Washington erwägt, den Export von softwaregesteuerten Produkten – von Laptops bis hin zu Flugzeugtriebwerken – nach China zu blockieren. Einen Tag vor Beginn der Gespräche leitete die US-Regierung eine neue Untersuchung wegen des „offensichtlichen Versäumnisses Chinas“ ein, die Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen von 2020 einzuhalten.
Jede in Kuala Lumpur getroffene Vereinbarung könnte sich als brüchig erweisen – schließlich steht eine Handelsbeziehung im Wert von rund 660 Milliarden Dollar pro Jahr auf dem Spiel. Chinas Vizepremier He Lifeng erklärte in einer Mitteilung, er hoffe, dass sich beide Seiten „auf halbem Weg treffen“ und eine neue Handelskonfrontation vermeiden.
Erinnern wir uns, dass wir auch darüber geschrieben haben, dass Schüsse in Rodgau: Polizei jagt flüchtigen Täter mit Hubschrauber.
