Am 11. Oktober in Rio de Janeiro erlebten die Zuschauer der UFC Fight Night 261 ein spektakuläres Comeback von Charles Oliveira. Der 35-jährige ehemalige Leichtgewichtschampion zeigte gegen den 34-jährigen Polen Mateusz Gamrot eine brillante Vorstellung und feierte einen klaren Sieg. Wie die Redaktion von Życie 24/7 betont, war dieser Kampf für den Brasilianer ein echter Härtetest nach einer schweren Niederlage – und er bestand ihn mit Bravour. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Oliveiras Rückkehr: Ein Kämpfer, den alle schon abgeschrieben hatten
Die wichtigste Frage vor dem Kampf lautete: Hat Oliveira seine alte Widerstandskraft noch? Sein Kinn galt schon immer als anfällig, und nach dem Knockout durch Ilia Topuria zweifelten viele daran, ob er noch einmal an die Spitze zurückkehren könnte. Viele Kämpfer verlieren nach solch einem Rückschlag das Vertrauen in sich selbst – manche kehren nie wieder in den Käfig zurück.

Oliveira wusste das und bereitete sich auf diesen Kampf wie auf seine letzte Chance vor. Sein Gegner war kein Knockout-Spezialist, sondern der technisch versierte Ringer Mateusz Gamrot – was dem Brasilianer in die Karten spielte. Gegen Schlagstarke hatte er oft Probleme, doch im Bodenkampf fühlt sich Charles wie zu Hause.
Wie der Kampf verlief: Druck, Kontrolle und Jiu-Jitsu
Von den ersten Sekunden an übernahm Oliveira die Initiative. Er ließ den Polen nicht in die Nähe kommen, kontrollierte das Tempo und konterte geschickt. Gamrots Schläge zeigten kaum Wirkung, während der Brasilianer immer öfter Lücken in der Verteidigung des Gegners fand.
Da er merkte, dass er im Stand keine Chance hatte, versuchte Mateusz, den Kampf auf den Boden zu bringen. Doch dort begann das eigentliche Problem. Oliveira demonstrierte perfektes brasilianisches Jiu-Jitsu, zwang Gamrot zur Defensive und raubte ihm viel Energie. Schon in der ersten Runde versuchte er mehrfach, den Polen in einen Aufgabegriff zu zwingen, und dominierte das Geschehen klar.
In der zweiten Runde wiederholte sich das Szenario – diesmal jedoch mit klarem Ende. Charles brachte den Polen zu Boden, sicherte sich die Position und vollendete den Würgegriff. Gamrot musste aufgeben – ein sauberer, technischer Sieg, mit dem Oliveira deutlich machte: „Ich bin wieder da.“
Was dieser Sieg für Oliveiras Karriere bedeutet
Dieser Erfolg war nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch von großer Bedeutung. Nach der vernichtenden Niederlage gegen Topuria wieder in die Erfolgsspur zu finden, war alles andere als einfach. Oliveira bewies, dass er Druck standhalten und gewinnen kann, selbst wenn kaum jemand noch an ihn glaubt.
Er gehört nun wieder zur Spitze der Leichtgewichtsklasse. Auch wenn seine Defensive noch Schwächen zeigt, gleicht er das mit Erfahrung und Technik aus. Sein nächstes Ziel: ein mögliches Rückmatch gegen Max Holloway, den amtierenden BMF-Champion.
Ein mögliches Rematch mit Holloway: Alte Geschichte, neue Ziele
Die Idee eines Rückkampfs gegen Holloway ist nicht neu. Ihr Duell 2015 endete für Oliveira mit einer frühen Aufgabe wegen einer Verletzung in der ersten Runde. Nun will der Brasilianer beweisen, dass es damals anders hätte laufen können. Holloway wiederum ist offen für den Rückkampf, muss aber zunächst eine Handverletzung auskurieren.
Laut Max plant er seine Rückkehr ins Octagon im Frühling. Vielleicht kommt es dann zum langersehnten Duell, das zu den Highlights des Turniers zählen dürfte. Oliveira verschwendet keine Zeit – er trainiert intensiv und sagt offen: „Ich will den Gürtel zurück, und ich bin bereit für jeden Gegner.“

Was Gamrot nun erwartet
Für Mateusz war diese Niederlage ein Rückschritt. Seine Strategie – Druck und Aktivität – funktionierte gegen einen technisch überlegenen Gegner nicht. Der Kampf zeigte, dass reine Athletik nicht reicht, um die Elite der UFC zu bezwingen. Nun muss der Pole ins Training zurückkehren und neue Wege finden, um wieder ins Titelrennen einzusteigen.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Leclerc wütend nach Budapest: Ferrari steckt weiter in der Krise.
