Elon Musk hat seine eigene Online-Enzyklopädie mit dem Namen Grokipedia vorgestellt und erklärt, dass sie mit der Zeit „die Wikipedia übertreffen“ werde. Das Projekt basiert auf künstlicher Intelligenz und ist bereits in der frühen Version 0.1 verfügbar. Laut Musk ist das Ziel, das gesamte Wissen der Menschheit in einem offenen Format zu sammeln und für kommende Generationen zu bewahren. Der Dienst ist kostenlos und der Quellcode ist öffentlich zugänglich – ein zentraler Grundsatz der Plattform. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Die Startseite ist bewusst minimalistisch gestaltet: ein Suchfeld auf hellem oder dunklem Hintergrund, zwischen denen man schnell wechseln kann. In der Datenbank befinden sich bereits 885.279 Artikel zu verschiedensten Themen – von Wissenschaft bis Kultur. Die Benutzeroberfläche ist absichtlich schlicht gehalten, damit Nutzer direkt mit der Suche und dem Lesen beginnen können. Musk betont, dass Grokipedia „weniger voreingenommen“ sein soll als Wikipedia und Informationen schneller aktualisieren wird.
Worin sich Grokipedia von Wikipedia unterscheidet
Die Entwickler verschweigen nicht, dass ein Teil der Inhalte aus offenen Quellen stammt – darunter auch aus Wikipedia, wie Medienberichte und Vergleiche zeigen. Nutzer haben festgestellt, dass ganze Absätze in technischen Artikeln nahezu identisch sind, was erste Diskussionen über die Originalität des Materials ausgelöst hat. In Grokipedia gibt es jedoch keine Möglichkeit, Artikel selbst zu bearbeiten. Änderungen und Verbesserungen sollen über Modellaktualisierungen und Quellupdates erfolgen.
Vertreter von Wikipedia betonen dagegen, dass ihre Stärke in der Transparenz und im Engagement von Freiwilligen liegt. „Wikipedia gehört keinem Unternehmen, sondern wird von Tausenden Freiwilligen getragen, die eine große Verantwortung für das Projekt empfinden“, sagte Franziska Heine, Geschäftsführerin von Wikimedia Deutschland. Die Organisation hebt hervor, dass jeder nachvollziehen kann, woher Änderungen und Daten stammen – das fördert das Vertrauen. Kritiker von Grokipedia fragen sich hingegen, wie die Neutralität der Inhalte in einem KI-System überprüft werden soll.

Musk selbst zeigt sich überzeugt von seinem Kurs. Nach seinen Worten soll Version 1.0 „zehnmal besser“ als die aktuelle sein und ein noch präziseres Wissenssynthese-System bieten. In einer Mitteilung betont das Team von xAI, dass Grokipedia auf „maximale Wahrheitsfindung“ statt auf redaktionellen Konsens setzt. Der Verzicht auf „Bearbeitung durch Einigung“ soll nach Angaben der Entwickler die Subjektivität verringern und die Aktualisierung beschleunigen.
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