Die Deutsche Telekom hat erneut ein starkes Quartal vorgelegt, und diesmal war es wieder die US-Tochter T-Mobile US, die den größten Beitrag leistete. Im dritten Quartal stieg der Umsatz spürbar, der Jahresausblick wurde nach oben korrigiert, und zusätzlich kündigte das Management eine höhere Dividende sowie umfangreiche Aktienrückkäufe an. Dennoch reagierte die deutsche telekom aktie eher vorsichtig: Zunächst legte sie zu, drehte später aber ins Minus. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Aus dem Bericht geht hervor, dass die Monate Juli bis September deutlich über den Erwartungen verliefen – vor allem dank des starken US-Geschäfts. Der Umsatz kletterte auf 28,9 Milliarden Euro, ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Wachstum sogar bei 3,3 Prozent. Der schwache US-Dollar dämpfte jedoch die in Euro ausgewiesenen Ergebnisse spürbar. Besonders stark entwickelte sich erneut T-Mobile US, während der Heimatmarkt Deutschland deutlich gemischtere Zahlen zeigte.
Analysten bewerteten die Ergebnisse überwiegend positiv. Berenberg hob hervor, dass Umsatz und operatives Ergebnis die Prognosen erfüllten, jedoch ausschließlich wegen des US-Geschäfts. Der deutsche Markt habe hingegen „enttäuscht“. JPMorgan erklärte, die Schwäche in Deutschland sei durch starke Impulse aus den USA mehr als ausgeglichen, weshalb die Prognoseanhebung absolut nachvollziehbar sei.
Die deutsche telekom aktie zeigte am Markt deutliche Schwankungen: Nach einem Anstieg auf ein Tageshoch von 27,74 Euro fiel der Kurs später auf 26,97 Euro zurück. Insgesamt verlor die Aktie in diesem Jahr rund fünf Prozent – weshalb das Thema Ausschüttungspolitik für viele Anleger besonders relevant bleibt.
Für 2025 plant der Konzern eine Dividendenerhöhung auf ein Rekordniveau von 1,00 Euro je Aktie. Zusätzlich soll 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro starten. Angesichts stabiler Cashflows sieht sich das Management in der Lage, gleichzeitig zu investieren und die Aktionäre stärker zu beteiligen.
In Deutschland verlief das Geschäft schwieriger. Die Umsätze sanken um 1,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, weil frühere Zusatzgewinne rund um die Fußball-EM 2024 nicht wiederholbar waren. Dennoch gewann die Telekom 314.000 neue Vertragskunden. Das organische Wachstum der Serviceerlöse lag bei verhaltenen 0,4 Prozent. Beim Festnetzgeschäft zeigte sich der Wettbewerb besonders hart, doch beim Glasfaser-Ausbau gab es große Fortschritte: Die Zahl der FTTH-Anschlüsse stieg um rekordverdächtige 155.000. „Die Investitionen in Glasfaser sind richtig, aber die Monetarisierung bleibt zu langsam“, räumte Finanzchef Christian Illek ein.
Das operative Ergebnis (Ebitda AL) legte leicht um 0,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zu, organisch waren es 2,9 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 14,3 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Ohne Bereinigung lag er hingegen um 17,9 Prozent niedriger bei etwa 2,4 Milliarden Euro, da im Vorjahr außergewöhnliche positive Effekte enthalten waren.

Für das Gesamtjahr erwartet die Deutsche Telekom nun eine operative Gewinnmarke von etwa 45,3 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von rund 20,1 Milliarden Euro. Grundlage des Ausblicks ist allerdings ein Wechselkurs von 1,08 Dollar je Euro – inzwischen liegt er bei über 1,15, was die Umrechnung der US-Zahlen in Euro deutlich erschwert.
Marktanalyst Jens Klatt sagte im Gespräch mit WELT: „Die Deutsche Telekom zeigt robuste Ergebnisse und signalisiert klar, dass sie ihre Aktionäre stärker beteiligen will.“ Die langfristigen Perspektiven der deutsche telekom aktie sieht er deshalb zunehmend positiv.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber berichtet haben, dass Siemens leitet eine neue Ära ein: Rekordgewinne, Fokus auf KI und Reduzierung der Healthineers-Beteiligung.
