Köln (NRW) – Mallorca, Sonne, Urlaubsidylle. Doch hinter der Fassade soll sich ein schwerer Verdacht verbergen. Eine 61-jährige Frau soll dort gemeinsam mit ihrer Tochter versucht haben, einen Mord in Auftrag zu geben. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord am Schwiegersohn. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf bild.de.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen soll die Mutter einem italienischen Gastronomen auf Mallorca 50 000 Euro angeboten haben. Das Geld sei dafür gedacht gewesen, einen Mann zu finden, der den Ehemann ihrer Tochter entweder schwer verletzt oder tötet. Der potenzielle „Auftragnehmer“ lebte ebenfalls auf der Insel.
Belastende Tonaufnahme sorgt für Ermittlungen
Zentral für die Ermittler ist eine Audioaufnahme, die der Gastronom selbst angefertigt haben soll. Darin ist eine Frauenstimme zu hören, die dem Verdacht nach der Mutter zugeordnet wird. In der Aufnahme fällt der Satz: „Er soll danach in einem Invalidensessel sitzen oder platt sein.“ Später heißt es wörtlich: „Ich will ihn tot sehen.“
Gegenüber Medien erklärte die Verdächtige, der Schwiegersohn habe ihre Tochter betrogen und sogar misshandelt. Einen Mordauftrag wies sie jedoch zurück. Die Ermittler sehen dennoch einen Anfangsverdacht und prüfen die Aussagen im Zusammenhang mit der Tonaufnahme.
Auslieferung aus Spanien, Tochter in Untersuchungshaft
Bekannt wurde nun, dass die gebürtige Polin mit deutschem Pass bereits am 4. Dezember aus Spanien nach Deutschland ausgeliefert wurde. Ihre Tochter sitzt seit Ende September in Untersuchungshaft. Ob sie sich zu den Vorwürfen geäußert hat, ist bislang nicht öffentlich.
Zuständig ist die Justiz in Köln, da der Fall dort angezeigt wurde und alle Beteiligten deutsche Staatsbürger sind. Zudem soll der familiäre Konflikt, der in den mutmaßlichen Mordplan mündete, bereits in Deutschland begonnen haben.
Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigt die Ermittlungen: „Die Staatsanwaltschaft Köln führt gegen zwei Beschuldigte – Mutter und Tochter – ein Ermittlungsverfahren wegen des dringenden Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord.“ Beide sollen versucht haben, einen auf Mallorca lebenden Bekannten dazu zu bewegen, den Ehemann der Tochter zu töten. „Beim Versuch ist es geblieben, da der Dritte nicht vorhatte, den an ihn herangetragenen Auftrag tatsächlich auszuführen.“ Das Treffen sei in Bild und Ton dokumentiert und später den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden.
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