Lübeck (Schleswig-Holstein) – Fast genau ein Jahr nach dem spektakulären Einbruch in eine Lübecker Filiale der Deutschen Bank gibt es für viele Geschädigte eine spürbare Entlastung. Nachdem Täter kurz vor Weihnachten 2024 insgesamt 371 Schließfächer aufgebrochen und Beute im Wert von mehr als 18 Millionen Euro gemacht hatten, hat die Bank inzwischen über sieben Millionen Euro an Entschädigungen ausgezahlt. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärt, dass der im April gestartete Entschädigungsprozess gut vorankomme. „Der von uns im April ins Leben gerufene Prozess zur Entschädigung unserer Kunden kommt sehr gut voran“, so der Sprecher. Ziel sei es, alle berechtigten Ansprüche „schnell und unbürokratisch“ zu regulieren. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ über den Stand der Auszahlungen berichtet.
Einbruch kurz vor Weihnachten
In der Nacht zum 21. Dezember 2024 verschafften sich die Täter Zugang zu den Tresoranlagen der Bank. Insgesamt 371 Schließfächer wurden gewaltsam geöffnet. Gestohlen wurden Schmuck, Bargeld, persönliche Dokumente und weitere Wertgegenstände. Der finanzielle Schaden summierte sich nach damaligen Angaben auf mehr als 18 Millionen Euro.
Der Fall sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit. Im Februar setzte die Staatsanwaltschaft sogar eine Belohnung von 5000 Euro aus, um Hinweise auf die Täter zu erhalten. Wie genau die Einbrecher in das Gebäude gelangten, ist bislang ungeklärt. Trotz laufender Ermittlungen fehlt von den Tätern weiterhin jede Spur.

Erinnerungen an einen früheren Großraub
Der Lübecker Einbruch weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Coup aus dem Jahr 2021. Damals plünderten Kriminelle in Norderstedt rund 650 Schließfächer der Hamburger Sparkasse. Sie hatten sich mit einem Kernbohrer aus angemieteten Räumen oberhalb der Filiale direkt in den Tresorraum vorgearbeitet. Auch dieser Fall gilt bis heute als einer der spektakulärsten Bankeinbrüche der vergangenen Jahre.
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