Ein abgeschiedener Urlaub am See in Patagonien hätte perfekt werden können – doch für Kai Diekmanns endete er in einem Fiasko. Mitten in der Nacht stand die kleine Holzhütte in Flammen, und nur durch Zufall blieben er und seine Begleiter unverletzt. Der frühere Chefredakteur veröffentlichte Videos der brennenden Hütte, die einsam zwischen Bäumen am Ufer eines argentinischen Sees stand. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Holzhaus, während die Umgebung völlig dunkel war. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Das Feuer brach nach seinen Angaben kurz nach Mitternacht aus. Diekmann selbst schlief bereits, und nur zwei weitere Personen bemerkten den Rauch rechtzeitig. Allen gelang es, ihre wichtigsten Sachen zu packen und aus dem Haus zu fliehen. In seiner Story schrieb er: »Wir konnten alles rechtzeitig herausbringen. Uns geht es gut.« Die Feuerwehr brauchte fast 90 Minuten, um in die abgelegene Gegend im Süden Argentiniens zu gelangen – Patagonien ist dünn besiedelt, und solche Seenregionen liegen weit abseits.
Vermutete Ursache: Kurzschluss in neuer Solaranlage
Der Ex-»Bild«-Chef geht davon aus, dass ein Kurzschluss im Zusammenhang mit einer neu installierten Solaranlage den Brand ausgelöst haben könnte. Die genaue Ursache müsse aber noch geprüft werden. Zu einem Video, das die Feuerwehr beim Löschen zeigt, schrieb er knapp: »Lustig war das nicht.« Auf den Aufnahmen sind hohe Flammen zu sehen, gegen die die Einsatzkräfte ankämpfen, während die Hütte bereits fast vollständig abgebrannt ist.
Trotz des Schreckens setzt Diekmann seine Reise fort. Am nächsten Morgen postete er Landschaftsaufnahmen, durch deren Baumkronen die Sonne brach, sowie seine Laufstrecke am Lago Paimún – einem See nahe der chilenischen Grenze. Zuvor hatte er Fotos aus Buenos Aires geteilt, bevor es ihn weiter in den Süden Argentiniens zog, in »eine sehr abgelegene Ecke«, wie er selbst schrieb.

Kai Diekmanns leitete die »Bild«-Zeitung von 2001 bis 2015, heute arbeitet er als Berater und führt die PR-Agentur Storymachine. Er lebt in Potsdam mit seiner Frau, der Journalistin Katja Kessler, und ihren vier Kindern. Mit wem genau er in Patagonien unterwegs war, verriet er nicht – nur, dass er »nicht allein« war und jemand anderes den Rauch zuerst bemerkte.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben T100 Dubai: Chaos auf der Strecke.
