In Albufeira, einem der beliebtesten Reiseziele an Portugals Südküste, hat ein plötzlicher Sturm schwere Verwüstungen angerichtet. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa, die sich auf die Zivilschutzbehörde beruft, kam eine Frau ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt, 19 erlitten leichtere Verletzungen. Für viele Einwohner und Touristen kam das Unwetter völlig überraschend, denn die Lage hatte sich innerhalb weniger Minuten dramatisch zugespitzt. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Ob auch ausländische Gäste unter den Opfern sind, ist derzeit noch unklar. Der nationale Wetterdienst geht laut Lusa davon aus, dass es sich um einen Tornado gehandelt haben könnte. Meteorologen betonen jedoch, dass weitere Analysen notwendig seien, um das Phänomen eindeutig zu klassifizieren. Die Küstenregion erlebt immer wieder kurze, aber sehr intensive Unwetterphasen – doch ein Sturm dieser Stärke bleibt auch hier außergewöhnlich.
Sturm trifft Campingplatz besonders schwer
Auf einem Campingplatz wurde eine Frau tödlich verletzt, ein weiteres Opfer kämpft laut Zivilschutz mit schweren Verletzungen. Der zweite Schwerverletzte war ein Hotelgast, der vom Sturm überrascht wurde. Der staatliche Sender RTP zeigte Bilder, die das Ausmaß der Schäden verdeutlichen: zerborstene Autoscheiben, herabgestürzte Äste, zerstörte Wohnwagen und stark beschädigte Gebäude. Viele Betroffene standen sichtlich unter Schock, während Einsatzkräfte versuchten, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.
Fotos aus der Region zeigen eine Spur der Verwüstung. Trümmer liegen verteilt, Dächer sind eingestürzt, und einige Straßen bleiben vorerst gesperrt. Laut Einsatzkräften mussten mehrere Menschen vor Ort medizinisch versorgt werden, da der Sturm sie völlig unvorbereitet traf. Der Campingplatz gehört zu den am stärksten betroffenen Orten und ist derzeit nicht benutzbar.


Tornados an der Algarve sind selten, aber nicht neu
Obwohl die Algarve vor allem für Sonne, Strände und ruhiges Wetter bekannt ist, kommen Tornados gelegentlich vor. Besonders im Herbst steigt das Risiko, wenn kalte Luftmassen aus dem Norden auf warme, feuchte Meeresluft treffen. Laut Meteorologen begünstigt genau diese Kombination plötzliche, heftige Wirbelstürme, die lokal enorme Schäden verursachen können.
Ein bekanntes Beispiel ist der Tornado von November 2012. Damals erreichten die Windgeschwindigkeiten bis zu 270 Kilometer pro Stunde. Der Wirbelsturm hinterließ eine 300 Meter breite Schneise der Verwüstung und verletzte 13 Menschen. Viele Anwohner vergleichen die aktuellen Ereignisse mit jener Katastrophe – auch wenn das genaue Ausmaß diesmal erst noch erfasst wird.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Kai Diekmanns Hütte in Patagonien abgebrannt: Ex-»Bild«-Chef schildert nächtliche Rettung.
