Das Schicksal des seit Tagen vermissten achtjährigen Noah bewegt weiterhin ganz Deutschland. Der Junge ist noch immer nicht gefunden, die Suche läuft auf Hochtouren. Kürzlich entdeckte die Polizei seinen Schulranzen, nun gibt es offenbar eine neue wichtige Spur in dem Fall. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf 127tro.kh.ua. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Von Beginn an betonten die Ermittler, dass sie in alle Richtungen ermitteln. Wie in Vermisstenfällen üblich, werde auch das familiäre Umfeld genau überprüft, erklärte ein Polizeisprecher. Genau dieser Ansatz scheint jetzt an Bedeutung zu gewinnen.
Medienberichten zufolge soll der Mutter von Noah erst vor Kurzem das Sorgerecht entzogen worden sein. Zudem heißt es, der Junge habe zuletzt in einer Betreuungseinrichtung gelebt. Die Polizei erklärte am Freitag:
„Die Ermittlungen schließen auch das familiäre Umfeld des Achtjährigen ein. Aktuell verdichten sich die Ermittlungen in diesem Bereich.“

Parallel dazu sucht auch die Bundespolizei nach dem Jungen, unter anderem am Frankfurter Flughafen. Hintergrund ist, dass Noahs Mutter brasilianische Wurzeln haben soll – auch diese Information fließt in die Ermittlungen ein.
Der Junge ist etwa 1,35 Meter groß, hat kurze, dunkle Haare. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er einen beigen Pullover, eine helle Hose, eine schwarze Daunenjacke sowie eine grün-gelb-blaue Pudelmütze.
Zuletzt wurde Noah am Mittwoch im Frankfurter Bahnhofsviertel gesehen, kurz vor der Weißfrauenschule in der Gutleutstraße. Er wurde dort abgesetzt, kam jedoch nie im Klassenzimmer an. Wer den Jungen als vermisst gemeldet hat, gibt die Polizei nicht bekannt.


Private Helfer und Spürhunde im Einsatz
Neben den offiziellen Suchmaßnahmen engagierte sich auch die Familie des Jungen. Angehörige organisierten einen privaten Suchtrupp mit Spürhunden. Nach Medieninformationen bat eine Verwandte den bekannten Privatdetektiv Jürgen Trovato um Unterstützung. Er bestätigte, dass fünf Teams mit insgesamt sechs Hunden im Einsatz waren.
Die Suche startete an der Schule und dauerte bis spät in den Donnerstagabend. Als Geruchsprobe dienten Schuhe des Kindes. Die Hunde durchkämmten umliegende Straßen sowie den Hauptbahnhof, jedoch ohne Erfolg. Auch diese privaten Suchdaten, inklusive GPS-Informationen, werden derzeit von der Polizei ausgewertet.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen endete die Spur der Hunde am Busbahnhof, rund 500 Meter von der Schule entfernt. Ob Noah dort in einen Bus oder ein Auto gestiegen ist und ob er allein oder in Begleitung war, bleibt bislang offen.

An der großangelegten Suche beteiligte sich auch die Wasserschutzpolizei, die den Main absuchte. Die Polizei hält sich weiterhin mit Details zurück und verweist auf die Vielzahl laufender Maßnahmen sowie auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Noah gilt seit Mittwoch als vermisst. An seiner Schule im Bahnhofsviertel verliert sich seine Spur.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: 31-Jähriger schwer verletzt, Polizei ermittelt.
